Das Material der Tennisspieler/innen und deren Auswirkungen auf die Spielstärke

Von Außen mag der Tennissport recht simpel aussehen, doch tatsächlich handelt es sich dabei um einen äußerst anstrengenden Sport, der in einigen Bereichen sehr in die Tiefe gehen kann. Zum Beispiel gibt es neben unterschiedlichen Spielstilen auch verschiedene Arten von Tennisschlägern (auch „Rackets“ genannt), die jeweils unterschiedliche Eigenschaften mitbringen. Daher ist es sowohl als Neuling, als auch als Profi des Tennissports immer von entscheidender Wichtigkeit, den richtigen Schläger für sich selbst ausgewählt zu haben.

Es gibt verschiedenste Arten von Tennisschlägern. Zum Beispiel gibt es Schlägermodelle für jedes Spielniveau. Neben einsteigerfreundlichen Rackets gibt es noch Schläger, die sowohl für erfahrene Hobbyspieler, als auch für professionelle Tennisspieler wesentlich besser geeignet sind, als entsprechende Exemplare für Anfänger. Darüber hinaus gibt es noch Tennisschläger, die für jeweils unterschiedliche Spielertypen konzipiert sind. Auf Tennissaiten findet man die richtigen Erklärungen welches Tennis Equipment für den jeweiligen Spielertypen das richtige ist.

Wichtige Aspekte eines Tennisschlägers

Der Griff:
Für den Griff eines Rackets gibt es eine simple Faustregel: Wenn sich die Hand um den Griff legt, soll sich zwischen den Fingern und dem Daumen ein leerer Platz von ungefähr einem Zentimeter befinden. Noch wichtiger als diese Faustregel ist jedoch das individuelle Gefühl des Spielers, ob der Griff des Schlägers gut in der Schlaghand liegt.

Das Gewicht:
Bei einem Tennisschläger wirkt sich dessen Gewicht sehr auf die Kontrollierbarkeit des Schlägers aus. Je schwerer ein Racket, desto leichter ist es während des Spielens zu kontrollieren. Demgegenüber steht jedoch die Schlagkraft, die bei leichten Tennisschlägern dafür wesentlich höher ist, als bei (vergleichsweise) schweren Modellen. Darüber hinaus gilt: Je leichter der Schläger, desto geeigneter ist er für Anfänger.

Der Schlägerkopf:
Bei dem Kopf des Tennisschlägers gilt folgender Grundsatz: Je größer der Kopf, desto größer ist auch die Schlagfläche des Rackets. Und je größer diese Fläche ist, desto leichter wird das Tennisspiel mit dem Schläger. Demzufolge eignen sich Modelle mit größeren Schlägerköpfen vor allem für Neulinge ganz besonders. Die Größe des Kopfes hat jedoch auch unmittelbare Auswirkungen auf die Schlaghärte des Modells. Je größer also der Kopf des Tennisschlägers, desto kräftiger kann ein Tennisball damit geschlagen werden. Allerdings muss man mit derartigen Modellen einiges an Kontrolle einbüßen.

Die Bespannung:
Bei dem Aspekt der Bespannungshärte geht es darum, wie stark die einzelnen Saiten eines Tennisschlägers gespannt sind. Diese Bespannungshärte hat auch direkte Auswirkungen auf das Tennisspiel. Vonseiten der Hersteller von Tennisschlägern wird bei der Bespannung ein Wert von etwa 23 – 30 Kilogramm empfohlen. Bei der Bespannung gilt zudem noch folgender Grundsatz: je härter die Bespannung bei einem Tennisschläger ausfällt, desto mehr Ballkontrolle ist in der Regel während des Spiels gewährleistet. Dies bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass hart bespannte Rackets den Ball weniger kräftig schlagen können. Des Weiteren ist es noch wichtig zu erwähnen, dass die Bespannung in regelmäßigen Abständen erneuert werden sollte, da sie im Lauf der Zeit immer mehr an Härte verliert.

Grundsätzliche Schlägertypen

Je nachdem, wie viel Erfahrung man bereits im Tennissport sammeln konnte, empfiehlt sich die Wahl einer bestimmten Art von Tennisschlägern. Was den Erfahrungsfortschritt angeht, so können derartige Schläger in drei Kategorien unterteilt werden:

Comfort-Schläger:
Sobald es sich bei einem Racket um einen „Comfort-Schläger“ (bzw. Comfort-Racket) handelt, spricht man von einem Modell, welches besonders für die Spieler gedacht ist, die sowohl körperlich, als auch spieltechnisch noch nicht besonders fit sind. Demzufolge fällt der Schlägerkopf auch verhältnismäßig groß aus, sodass für Anfänger eine schön große Aufschlagfläche geboten wird. Des Weiteren wiegt ein Comfort-Schläger in der Regel um einiges weniger als andere Schlägertypen.

Allround-Schläger:
Dieser Racket-Typ ist besonders für bereits geübte Freizeitspieler konzipiert, die schon durchaus Erfahrung im Tennissport sammeln konnten. Ihr Schlägerkopf ist etwas kleiner als bei Comfort-Modellen, aber größer als bei Turnier-Schlägern. Ein Allround-Racket ist sowohl für fortgeschrittene Hobbyspieler, als auch ambitionierte Vereinsspieler eine empfehlenswerte Wahl.

Turnier-Schläger:
Im Vergleich zu zahlreichen anderen Modellen zeichnen sich Turnier-Rackets vor allem durch recht dünne und mittelgroße Rahmen aus, und verfügen zudem über kleine Schlägerköpfe. Das Gewicht von Turnier-Modellen ist um einiges höher als bei Schlägern anderer Art, was sich positiv auf das gefühlte „Treffer-Feedback“ beim Spielen auswirkt. Damit sich ein solches Racket lohnt, sollte die Spieltechnik des Anwenders schon von deutlich fortgeschrittener Natur sein.

Weitere Schlägertypen

Man unterscheidet jedoch bei Schlägertypen auch zwischen verschiedenen Modellen, die sich jeweils besser (oder schlechter) für unterschiedliche Spielweisen eignen.

Kopflastige Schläger:
Unter der großen Anzahl an unterschiedlichen Rackets gibt es sehr viele Exemplare, die als „kopflastig“ zu bezeichnen sind. Das bedeutet, dass sie über einen vergleichsweise großen und schweren Schlägerkopf verfügen. Diese Rackets sind besonders für Spieler geeignet, die von sich aus eine eher geringere Schlagkraft mitbringen. Grund dafür ist, dass ein großer und schwerer Schlägerkopf nochmal deutlich stärkere Impulse beim Schlag auf den Tennisball abgeben kann, als weniger kopflastige Schläger. Dies ermöglicht zwar wesentlich kräftigere Schläge, allerdings büßt man mit dieser Schlägerwahl einiges an Kontrolle ein. Aus all dem ergibt sich, dass diese Schläger vor allem für „Topspin-Spieler“ geeignet sind.

Grifflastige Schläger:
Dieser Racket-Typ wird besonders von den Spielern bevorzugt, die von Haus aus sowohl körperlich, als auch technisch schon sehr stark im Tennissport sind. Durch grifflastige Modelle werden wesentlich schnellere und längere Bewegungen beim Schwingen möglich, um den Schläger zu beschleunigen. Allerdings gestaltet es sich während einer Partie meist als recht schwierig, von der Grundlinie aus mit einem Schläger dieser Art Druck aufzubauen. Aus diesem Grund sind grifflastige Schläger besonders für die Tennisspieler gedacht, die gerne ans Netz herangehen oder vollieren.